„Tor zur Welt“ – nahezu jeder weiß, was mit diesem Begriff gemeint ist, nämlich die Freie und Hansestadt Hamburg.

Die Stadt an der Elbe hat nicht nur einen bedeutenden Hafen, sie hat auch ein riesiges Eisenbahnnetz. Und das nicht nur im Bereich der Regelspur. Ein Beispiel für den Betrieb auf schmalen Bahngleises war die Industriebahn Wandsbek mit ihren 1000 mm Schienennetz.

Das vorliegende Buch von Gerhard Greß blickt in seinem Werk nicht nur auf den Hafen und die in der Stadt anzutreffenden Eisenbahnen, er lässt auch den Omnibus- und Straßenbahnverkehr einschließlich der Hoch- und U-Bahn nicht außer Acht.

Den Blick auf die Hanseatische Verkehrsgeschichte beginnt der Autor im vierten Jahrhundert und spannt dann den Bogen bis in die heutige Zeit. Hierbei bildet der Hamburger Hafen und seine Hafenbahn mit dem Warenhandel einen Schwerpunkt. Auch die Entwicklung des Schienenschnellverkehrs mit unter anderen dem Fliegenden Hamburger findet Erwähnung im Druckwerk.
Abhandlungen über den Kraftpostverkehr und die Entstehung des Hamburger Flughafens fehlen ebenso wenig wie Berichte über den innerstädtischen Straßenbahnverkehr.

Auch blieb das traurige Kapitel des Zweiten Weltkrieg und seiner Folgen für den Hamburger Verkehr nicht ausgespart. Weiten Raum nimmt dann anschließend die Verkehrsentwicklung der Stadt ab den 1960er Jahren im Buch ein

Alle erwähnten Buchanteile zeugen von hoher Sachkompetenz des Autors. Die über 400 Farb- und Schwarzweißfotos verdeutlichen das Geschriebene umfassend.

Fazit:
Ein tolles Werk zur Hamburger Verkehrsgeschichte, welches seinen Platz in zahlreichen Buchsammlungen finden sollte. Ganz sicher ist dieses Werk nicht nur für Eisenbahnhistoriker interessant, sondern für alle, welche sich für die norddeutsche Verkehrsgeschichte interessieren.

Hamburg und seine Verkehrsgeschichte; Gerhard Greß; Verlagsgruppe Bahn (VGB); Fürstenfeldbruck; 2016; 208 Seiten; ca. 44 Farb- und S/W-Fotos; Format 22,3 x 29,7 cm; Hardcover; ISBN 978-3-8375-1678-4; Preis 34,95 € Printausgabe; 30,99 @ eBook;